Bilden Sie kurze Sätze. Ein Satz sollte möglichst nicht mehr als 15 Wörter entahlten. Teilen Sie lange Sätze auf.
Beispiel: Das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen verhindert die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung. Es garantiert die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft. Es sichert Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte Lebensführung zu.
Nicht: Das deutsche Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen soll eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen beseitigen bzw. verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen.
Bilden Sie nur Hauptsätze. Hauptsätze sind kurze Sätze ohne Nebensätze.
Beispiel: Dieter wurde in Karlsruhe geboren. Heute lebt er in Mainz.
Nicht: Dieter, der in Karlsruhe geboren wurde, lebt heute in Mainz.
Alltagssprache ist für jedermann leicht verständlich. Die Begriffe der Alltagssprache verwenden viele Menschen. Ein anderes Wort für Alltagssprache ist Umgangssprache.
Beispiel: Wir kaufen hier die Dinge für den täglichen Gebrauch.
Nicht: Wir kaufen hier Gebrauchsgegenstände.
Verwenden Sie immer das gleiche Wort für eine Sache.
Beispiel: Dieter hatte eine Idee. Diese Idee war hervorragend.
Nicht: Dieter hatte einen Einfall. Seine Idee war hervorragend.
Falls Sie doch ein Fach- oder Fremdwort verwenden müssen, dann erklären Sie dieses kurz.
Beispiel: Dieter zog sein Portemonnaie hervor. Portemonnaie ist ein Fremdwort aus dem Französischen. Ein Portemonnaie ist ein Geldbeutel.
Nicht: Dieter zog sein Portemonnaie hervor.
Konjunktiv ist ein Fremdwort. Der Konjunktiv ist eine sprachliche Form. Diese drückt eine Möglichkeit aus.
Beispiel: Es kann heute noch regnen.
Nicht: Es könnte heute noch regnen.
Bilden Sie Sätze lieber im Aktiv als im Passiv. Aktiv-Sätze benennen eine handelnde Person.
Beispiel: In 3 Wochen wählen wir.
Nicht: In 3 Wochen wird gewählt.
Verwenden Sie möglichst positive Formulierungen anstelle von Verneinungen.
Beispiel: Bleib auf dem Gehweg.
Nicht: Lauf nicht auf die Straße.
Vermeiden Sie Substantivierungen. Substantivierung bedeutet aus einem Tätigkeitswort oder einem Eigenschaftswort ein Hauptwort zu machen. Verwenden Sie stattdessen das Tätigkeitswort.
Beispiel: In 3 Wochen wählen wir den Stadtrat.
Nicht: In 3 Wochen ist die Wahl des Stadtrats.
Verwenden Sie auch bei den Zahlen 1 bis 12 Ziffern.
Beispiel: In 3 Wochen wählen wir den Stadtrat.
Nicht: In drei Wochen wählen wir den Stadtrat.
Falls Sie doch Prozentangaben verwenden müssen, umschreiben Sie diese.
Beispiel: Jeder 3. Bürger beteiligte sich.
Nicht: Die Wahlbeteiligung lag bei 33%.
Umschreiben Sie Zahlenangaben nach Möglichkeit. Dies gilt besonders für hohe Zahlen.
Beispiel: Viele behinderte Menschen nahmen teil.
Nicht: 100.000 behinderte Menschen nahmen teil.
Eine Fußnote ist eine Anmerkung zu einem Text oder Bild. Querverweis bedeutet, dass man für das Verständnis eines Textes eine andere Textstelle kennen muss.
Beispiel: Nach einer Studie des Ministeriums für Arbeit und Soziales verdoppelten sich die Arbeitslosenzahlen in der ersten Hälfte des Jahres. Dies ist äußerst ungewöhnlich.
Nicht: „In der ersten Hälfte des Jahres verdoppelten sich die Arbeitslosenzahlen.“* Dies ist äußerst ungewöhnlich.
* Ministerium für Arbeit und Soziales
Falls Sie trotzdem Abkürzungen verwenden müssen, erklären Sie diese.
Beispiel: Rheinland-Pfalz gehört zur BRD. BRD ist eine Abkürzung. BRD heißt: Bundes-Republik Deutschland.
Nicht: Rheinland-Pfalz gehört zur BRD.
Zusammengesetzte Hauptwörter sind oft lang. Teilen Sie diese mit Trennungsstrichen. Das sieht übersichtlicher aus.
Beispiel: Gleichstellungs-Gesetz
Nicht: Gleichstellungsgesetz