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Interview mit Werner Block von der GDW SÜD

Kooperation als Erfolgsfaktor

Werner Block, GDW SÜD www.gdw-sued.deGWW Sindelfingen www.gww-netz.de

Welche drei Aufträge der letzten drei Jahre würden Sie als außergewöhnlich anspruchsvoll bezeichnen?

WB: „Dies waren Aufträge, die nur durch ein funktionierendes Netzwerk realisiert werden konnten. Sei es die Landschaftspflege bei einer Vielzahl von Filialen eines Discounters, sei es die Tätigkeit unserer behinderten Mitarbeiter vor Ort bei einem international tätigen Möbelhaus oder die Montage von Automotiv-Komponenten unter sehr hohen Qualitätsanforderungen.“

Beschreiben Sie bitte einen dieser Aufträge näher.

WB: „Ich möchte hier die Montage der Automotivkomponenten näher darstellen. Die Besonderheit dieses Auftrages liegt nicht nur in den sehr hohen qualitativen Anforderungen und der Durchführung an mehreren Standorten, es werden über die normale Montage hinaus auch alle notwendigen Einzelteile im Zusammenspiel von GDW SÜD und den beteiligten Werkstätten in Eigenregie disponiert, beschafft, verwaltet und über die verschiedenen Fertigungsstandorte koordiniert. Des Weiteren ist bei diesem Auftrag bemerkenswert, dass diese Komponenten über Deutschland hinaus auch in weitere EU- und Nicht-EU-Staaten geliefert werden.“

Was waren die besonderen Herausforderungen?

WB: „Die Herausforderungen lagen neben der komplexen Montage sehr stark im dispositiven Bereich. Durch sich wöchentlich ändernde Abrufzahlen, Einführung neuer Versionen und Betreuung unterschiedlicher Lieferanten ist bei diesem Auftrag insbesondere die Materialdisposition gefordert, da immer zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und der richtigen Stückzahl die Einzelteile den Werkstätten bereitgestellt werden müssen. Um hierbei die Koordination zu optimieren, wurde die Funktion der Disposition und Beschaffung zentral bei der GDW SÜD angesiedelt.“

Wie ging die WfbM damit um? Welche maßgeschneiderten Lösungen konnte die Werkstatt dem Kunden anbieten?

WB: „Jeder Auftrag stellt neue Anforderungen an die Werkstatt, so auch dieser. Hier waren insbesondere die Anforderungen in Bezug auf Eingangskontrolle, Prozesssicherheit, Dokumentation und Qualitätsmanagement anspruchsvoll angesiedelt. Ebenfalls werden an die Flexibilität der Werkstatt und der Mitarbeiter hohe Ansprüche in Bezug auf Arbeitszeit und Kapazitäten gestellt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten jedoch auch diese Anforderungen zur Zufriedenheit des Kunden erfüllt werden.“

Haben Sie nach Fertigstellung des Auftrags ein Feedback vom Kunden bekommen?

WB: „Neben der positiven Lieferantenbewertung ist das ehrlichste Indiz für die Kundenzufriedenheit die Tatsache, dass die Geschäftsbeziehung nicht nur aufrecht erhalten, sondern sogar weiter ausgebaut wurde.“

Können Sie anhand der Aufträge der letzten Jahre eine allgemeine Tendenz in Bezug auf die Werkstätten der Zukunft ablesen?

WB: „Es ist deutlich über alle Branchen hinweg zu erkennen, dass Kunden immer stärker produktionsbegleitende Dienstleistungen, wie Disposition, Logistik, Qualitätsmanagement o.ä. von ihren Lieferanten erwarten und diese daher auch von uns und unseren Werkstätten in das Leistungsportfolio aufgenommen werden müssen. Darüber hinaus ist es den Kunden zunehmend wichtiger, die Zahl der Lieferanten zu reduzieren. Das heißt für uns, noch stärker Lieferkooperation zu bilden um den Kunden nur einen Ansprechpartner bzw. eine Schnittstelle bieten zu können.“